DasHandys ist der direkte Nachkomme des bei Käufern äußerst beliebten Windows-Mobile-6.5-Handys HTC HD2. Auch das HD7 hat das Zeug zum Verkaufsschlager. Mit dem schön hellen und kontrastreichen Display mit knapp elf Zentimeter ist das Handy ideal fürs Surfen - selbst für sehr große Webseiten. Das Display taugt auch bestens zur Bild- oder Videobetrachtung. Unser Display-Test quittiert der HD7-Anzeige einen Helligkeitswert von satten 409 cd/m². Damit taugt es auch gut zum Videogucken. Hierfür integrierte HTC einen speziellen, ausklappbarern Bügel, der das Aufstellen des Gerätes ermöglicht und so ein bequemes Videogucken erlaubt.
Der Windows-Faktor
Der Gigahertz-Prozessor hält das Handy stabil. Dass die Menüpunkte, wie Browser, Nachrichten oder Kontakte nicht so schnell starten, wie bei vielen anderen Handys (Zwischen 1,4 und 1,9 Sekunden) liegt wohl eher am Betriebssystem als an der CPU. Das Handy lässt sich sehr intuitiv bedienen und ist auch für Windows-Neulinge im Handumdrehen zu durchschauen. Besonders wichtig für mobile Viel-Surfer: Der Browser nimmt Fingerbefehle prompt entgegen und setzt sie auch fix um. Eine Standardseite (600 kb) war im Test in unter zehn Sekunden sowohl per WLAN als auch übers Mobilfunknetz komplett geladen. Die Paradedisziplin aktueller Touch-Handys, das Zoomen mittels zwei Fingern von Websites und Fotos (Multitouch), beherrscht das HD7 gut. Nichts ruckelt oder stockt – prima! Auch der Windows Marketplace wächst prächtig. Innerhalb kürzester Zeit ist das App-Angebot um 20 Prozent auf nun 1.200 Apps gewachsen. Sicher kein Vergleich zu iTunes und Android Market, dennoch ein guter Start fürs neue OS.
Das Handy besitzt nur drei Sensorfelder unter dem Display – ein Merkmal aller WP7-Geräte. Der zentrale Windows-Button führt Sie immer wieder zurück zum Hauptscreen. Dort legen Sie Schnellzugriffe fest und ordnen diese ganz nach Ihrem Gusto an. So können beispielsweise oft genutzte Anwendungen ganz oben auf dem Start-Screen geparkt werden, eher selten gebrauchte weiter unten. Damit ist etwa auch eine Differenzierung nach privaten und geschäftlichen Funktionen oder Inhalten möglich. Apropos geschäftlich: Das HD7 bringt ein umfangreiches Office-Paket mit, mit dem sich typische Dateien wie Word, Excel oder auch Powerpoint anschauen und sogar bearbeiten lassen.
Kamera und Sound
Microsoft setzt hier auf die Standardisierung von Handys. Alle Windows -Geräte haben von den Funktionen her erstmal Identisches zu bieten (Menüs, Einstellungsoptionen, Radio, Musikplayer). Nur die Hardware ist je nach Gerät verschieden. Das HD7 setzt auf eine 5-Megapixel-Cam mit einem Doppel-LED-Blitz. Die Außenaufnahmen sehen recht ordentlich, scharf und farbecht aus. Bei Kunstlicht und bei schwachen Lichtverhältnissen patzt allerdings die Kamera mit verwaschenen Bildern und viel Rotstich. Auch Bilder mit Einsatz des Blitzes fallen unscharf aus. Kurzum: Die Kamera taugt draußen für Fotos, drinnen eher weniger.
Musik-Player und Radio erweisen sich als durchaus klangstark. Musik findet allerdings nur per Software Zune oder direkt per Marketplace aufs Handy. Das Überspielen eines 100 MByte großen Testalbums war per Zune und USB in flotten 13 Sekunden erledigt. HTC hat seinen Klangverbesserer mit Dolby Mobile und SRS-Sound ausgestattet. Damit klingt Musik tatsächlich etwas kraftvoller als ohne. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, können Sie dank 3,5-Millimeter-Buchse auch auf eigene Kopfhörer zurückgreifen. Tipp: Besonders mit In-Ear-Stöpseln kitzeln Sie ordentlich Sound aus dem HD7. O2, das das Handy als Netzbetreiber vorerst exklusiv vermarktet, spendiert dem Handy seine kostenlose Telmap- MP3 Player(Offboard).
Fazit: Surf-Star im Handy-Format
Speziell Nutzer, die ein flottes Surf-Handy suchen, mit dem sich trotzdem noch gut telefonieren und auch schreiben lässt, sollten einen Blick auf das HD7 werfen. Aber Vorsicht: Das HD7 löst schnell das „Will Ich“ Gefühl aus, das damit ein etwa 500 Euro großes Loch im Geldbeutel bedeuten kann. Dafür gibt’s aber auch ein Smartphone mit viel drin und dran.
Eines ist bei WP7-Geräte im Unterschied zu früheren Windows-Handys spürbar: Die schiere Funktions- und Anwendungsvielfalt musste einer möglichst einfachen und intuitiven Bedienung weichen. Bis jetzt vermissen wir besonders einen Task-Manager, ein vollwertiges Multitasking und eine Copy&Paste-Funktion. Letztere ist immerhin für Anfang 2011 angekündigt. Auch kann HD7 nicht mehr als Wechseldatenträger mit dem PC in Verbindung treten, da die Zune-Software nun zwangsweise als Mittler zwischen Rechner und Handy in Erscheinung tritt - dies gilt auch beim Syncen. Außerdem ist es bislang nicht vorgesehen, eigene Klingeltöne auf dem Handy zu verwenden.
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